Mordanschlag auf Abdurrahim Özüdoğru

Abdurrahim Özüdoğru war 1972 nach Deutschland gezogen, um an der Universität Erlangen-Nürnberg Maschinenbau zu studieren. Am 13. Juni 2001 begann der 49-Jährige seine Schicht als Maschinenführer bei der Firma Diehl um 5.45 Uhr. Nach der Arbeit fuhr er mit einem Kollegen nach Hause. Dann ging er in seine Schneiderei in der Siemensstraße / Ecke Gyulaer Straße in der Nürnberger Südstadt. Dort wurde er mit zwei Schüssen in den Kopf ermordet. Abdurrahim Özüdoğru wurde mit derselben Waffe ermordet wie Enver Şimşek. Jahrelang wurde ausschließlich und erfolglos in Richtung „Organisierte Kriminalität“ ermittelt, was die Familie schwer belastete. Die Tochter des Mordopfers war zum Zeitpunkt des Mordes noch eine Teenagerin. Aufkleber der neonazistischen, 2004 verbotenen „Fränkischen Aktionsfront“, die jahrelang an den Fallrohren des Tatorts klebten, wurden ignoriert.

Externe Quelle (Links):

Quelle: Mair, Birgit: Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen (5. aktualisierte und erweiterte Auflage 2021) Nürnberg, S. 15.

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13.06.2001